Die Studie zeigt, dass UBA1-mutierte Monozyten beim VEXAS-Syndrom eine gestörte NF-κB-Signalübertragung aufweisen und nach TNF-α-Stimulation vermehrt in einen RIPK1 vermittelten entzündlichen Zelltod übergehen. Die Hemmung von RIPK1 reduzierte in experimentellen Modellen sowohl den Zelltod als auch die Zytokinfreisetzung und stellt damit einen vielversprechenden therapeutischen Ansatz dar. Zudem zeigen UBA1-mutierte Makrophagen ein proinflammatorisches Genexpressionsprofil auf und eine verminderte Fähigkeit Pathogene und Zelltrümmer zu beseitigen.
Seit seiner Erstbeschreibung (Beck et al., NEJM 2020) hat das VEXAS-Syndrom enormes Forschungsinteresse geweckt. Die rasch wachsenden Erkenntnisse auf dem Gebiet des VEXAS-Syndroms haben das Potenzial, unser generelles Verständnis von hämato-inflammatorischen Erkrankungen maßgeblich voranzutreiben. Gleichzeitig stellt die Diagnostik und Behandlung betroffener Patientinnen und Patienten aufgrund der klinischen Heterogenität und dem Mangel an etablierten Therapiestandards eine erhebliche Herausforderung dar.



